Unsere Gesellschaft wird älter und viele Menschen möchten auch im hohen Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Deshalb beschäftigen sich immer mehr junge Kaufinteressenten mit der Barrierefreiheit, beziehungsweise der Möglichkeit des barrierefreien Umbaus. Doch bedeutet ein barrierefreier Umbau auch eine Wertsteigerung?

Da ein barrierefreier Umbau eine intensive Planung erfordert, beginnen Sie am besten frühzeitig damit – sogar, bevor Sie womöglich selbst auf eine Barrierefreiheit angewiesen sind. Denn sowohl die Planung als auch die Umbauphase sind meist langwierig und anstrengend.

Maßnahmenkatalog erstellen

Ganz wichtig ist, welche Ziele Sie mit dem barrierefreien Umbau erreichen möchten. Denn je nachdem sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich. Dabei kommt es auf Ihre individuellen Bedürfnisse an. Es empfiehlt sich daher, einerseits ein Gesamtkonzept für die komplette Immobilie und andererseits einzelne Konzepte für die jeweiligen Räume zu erstellen.

Fördermittel

Behalten Sie außerdem die Kosten für den barrierefreien Umbau im Blick. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beispielsweise bietet sowohl einen Kredit als auch einen Zuschuss an. Auch Pflegekassen fördern Wohnraumanpassungen für Barrierefreiheit. Zudem können behinderten- und altersgerechte Umbaumaßnahmen als sogenannte „außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer abgesetzt werden. Lassen Sie sich hierzu von einem Steuerexperten beraten. Ganz wichtig ist jedoch, dass Sie die Fördermittel beantragen bevor Sie mit den Umbaumaßnahmen beginnen.

Wertsteigerung durch barrierefreien Umbau?

Da unsere Gesellschaft immer älter wird, wird barrierefreier Wohnraum weiterhin an Bedeutung gewinnen. Es kann sich also lohnen, in eine barrierefreie Wohnraumanpassung zu investieren. Denn Experten rechnen in den kommenden Jahren mit einer steigenden Nachfrage nach und einer besseren Vermietbarkeit von barrierefreien Immobilien. Doch nicht alle Maßnahmen sind sinnvoll und bedeuten eine Wertsteigerung.

Sich an den Fachmann wenden

In jedem Fall ist es ratsam, sich an einen Experten zu wenden. Für den barrierefreien Umbau gibt es immer mehr Wohnberatungsstellen, beispielsweise örtliche Senioren-Büros, Sozial- und Wohnungsämter oder Wohlfahrtsverbände. Die Profis dort können Ihnen sagen, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind. Ein lokaler Qualitätsmakler kann Ihnen sagen, wie sich einzelne Umbaumaßnahmen auf den Wert Ihrer Immobilie auswirken und ob sie den Verkauf fördern.

Möchten Sie wissen, ob ein barrierefreier Umbau sich finanziell lohnt und Ihre Chancen erhöht, Ihre Immobilie schneller zu verkaufen? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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Die Überteuerung von Immobilien und der Massenandrang von Mitbewerbern machen es schwierig, ein neues Zuhause zur Miete oder zum Kauf zu finden. Gerade Haushalte mit wenig Einkommen und kaum oder gar keinen Rücklagen haben es besonders schwer. Doch Immobilien lassen sich nicht nur in den gängigen Portalen finden.

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Interessenten müssen ihre Immobilie nicht allein suchen. Wenn bereits lange nach einer Wunschimmobilie geschaut wurde, ist es ratsam, einen lokal ansässigen Immobilienmakler mit der Suche zu beauftragen.

Kaufinteressenten stehen dabei anderen Herausforderungen gegenüber als Mieter. Da für ein Kaufobjekt mehr Geld investiert werden muss als in eine Mietwohnung und auf neue Eigentümer gesetzliche Sanierungspflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zukommen können, sollte bei der Suche noch besser hingeschaut werden. Neben dem Kaufpreis und den Kaufnebenkosten kommen dann zusätzliche Sanierungskosten auf die neuen Käufer zu.

Für Mieter ist es wichtig zu wissen, dass es Fälle gibt, in denen man sich an einen Makler wenden muss. Und zwar dann, wenn es um eine Klage gegen Eigenbedarf geht. Denn fehlender angemessener Ersatzwohnraum kann vor Gericht als Widerspruchsgrund angesehen werden. Dafür muss sich der Mieter nachweislich um eine neue Wohnung bemüht haben. Das bezieht auch die Suche über den Makler mit ein.

Im Video erfahren Sie wie Sie den Suchauftrag erteilen und wie der Makler Sie unterstützen kann.

Als wären die Preise für Immobilien nicht hoch genug, kommen jetzt auch noch Inflation und steigende Zinsen hinzu. Viele Suchende sind sich unsicher, wie viel Immobilie sie sich unter den aktuellen Umständen leisten können. Doch auch jetzt ist es möglich, eine passende Immobilie zu finden, wenn man folgende Punkte beachtet.

Als die Zinsen noch niedrig waren, stellte die Finanzierung im Vergleich zur aktuellen Situation selten eine große Herausforderung dar. Jetzt dagegen muss genau gerechnet werden. Faustregel: Die monatliche Belastung für Zinsen und Tilgung sollte nicht höher als 30 bis 35 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens sein.

Höhere Tilgung

Durch die gestiegenen Zinsen verlangen Banken aktuell eine Anfangstilgung von zwei bis drei Prozent. Muss jetzt also eine Immobilie im Wert von 300.000 Euro mit einem Zins von drei Prozent finanziert werden, liegt die monatliche Belastung bereits bei 1.500 Euro. Hinzu kommen etwa zehn bis 15 Prozent an Kosten für den Unterhalt der Immobilie wie Steuern, Gebühren, Strom, Heizung und Wasser.

Mehr Eigenkapital

Banken wollen ihr Risiko so gering wie möglich halten. Benötigen Immobilienkäufer einen hohen Kredit, steigt das Risiko für die Bank. Das bedeutet, dass auch die Zinsen für die Finanzierung steigen. Immobilienexperten raten, dass für eine solide Finanzierung 20 bis 30 Prozent Eigenkapital zuzüglich Eigenkapital für die Kaufnebenkosten vorhanden sein sollten.

Längere Tilgung

Für Immobiliensuchende kann abwarten jetzt ein Fehler sein. Da anzunehmen ist, dass die Zinsen weiter steigen, ist jetzt laut Immobilienexperten eine gute Gelegenheit für eine Finanzierung. Durch eine Streckung der Finanzierung können höhere Preise und Zinsen oft noch abgefedert werden.

Sondertilgung und Förderung

Mit Sondertilgungen kann die Restschuld nachhaltig reduziert werden. Auf Nachfrage gewähren Banken diese in der Regel. Zudem sollte frühzeitig geprüft werden, ob Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Förderungen durch die Bundesländer möglich sind.

Sich vom Profi beraten lassen

Eine passende Immobilie sowie eine günstige Finanzierung zu finden, sind aktuell zwei große Herausforderungen. Deshalb ist es ratsam, sich in beiden Fällen an einen Experten zu wenden. Ein lokaler Qualitätsmakler hilft ihnen bei der Suche nach einer Immobilie, während ein Finanzierungsexperte mit Ihnen berechnet, wie viel Budget Ihnen für den Immobilienerwerb zur Verfügung steht.

Sind Sie unsicher, wie viel Immobilie Sie sich aktuell leisten können? Dann kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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Klimaneutralität wurde von der EU und auch der Bundesregierung als besonders wichtiges Ziel festgelegt. Vor allem ältere Bestandsbauten sind CO2-Schleudern und müssen nachgerüstet werden. Das aus den Medien bekannte Thema ESG (Environmental, Social, Governance) greift wichtige Punkte auf. Doch was genau bedeuten die drei Buchstaben für Eigentümer?

 

Hier spiegelt sich der aktuelle Trend ESG (Environmental, Social, Governance) wider. Doch was genau bedeutet ESG für Eigenheimbesitzer?

Beim Thema ESG geht es generell um nachhaltige, soziale und unternehmerische Kriterien, die Investoren, Bauprojektentwickler oder Immobilienunternehmen in der Immobilien- und Wohnwirtschaft integrieren sollen. Aber auch für Hausbesitzer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, sind einige der ESG-Kriterien sehr wichtig. Das gilt besonders für die Nachhaltigkeit (Environmental). Die soziale Komponente (Social) spielt eher dann eine Rolle, wenn beispielsweise an einen Gewerbetreibenden vermietet werden soll. Dann sollte auf ein nachhaltiges Konzept und eine klimafreundliche Arbeitsweise geachtet werden. Aber auch ethische Aspekte sind dabei wichtig.

Nachhaltig bauen und gesetzliche Nachrüstungspflicht

Gerade weil Ressourcen wie Öl und Gas nicht unendlich vorhanden sind, wird der nachhaltige Neubau oder das energetische Sanieren immer bedeutender. Vor allem Käufer von alten Bestandsimmobilien mit über 30 Jahre alten Heizungsanlagen sind von den gesetzlichen Sanierungs- und Modernisierungspflichten nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) betroffen.

Dabei empfiehlt es sich, zu schauen, was technisch und finanziell möglich ist. Das kann ein Fachexperte am besten beurteilen. Dieser kann zusammen mit einem regionalen Makler gesucht werden. Der Immobilienprofi kann zeitgleich einschätzen, wie und wodurch sich der Wert der Immobilie durch die Maßnahmen erhöht. Zudem sollte geprüft werden, was von Banken und vom Staat in welcher Höhe finanziell bezuschusst werden kann.

Governance – unternehmerisches Denken bei Eigenheimbesitzern

Das G wie Governance – zu deutsch Unternehmensführung – trifft ebenfalls eher auf Investoren, Bauprojektentwickler oder Immobilienunternehmen zu. Unternehmerisches Denken im Hinblick auf einen geplanten Verkauf kann aber auch für Eigentümer von Vorteil sein – wenn auch nicht alle Bedeutungen des Begriffs Governance für Besitzer von selbstbewohnten Immobilien relevant sind. Wichtig ist aber auf jeden Fall die Transparenz in der Kommunikation mit dem Käufer. Wer Mängel wissentlich verschweigt, kann später rechtlich Probleme bekommen. Auch ein marktgerechter Erlös sollte angestrebt werden. Besonders dann, wenn damit der Umzug, ein Darlehen oder auch die neue Immobilie bezahlt werden müssen.

Möchten Sie wissen, wie Sie Ihre Immobilie klimaneutral und ressourcenschonend nachrüsten oder bauen? Dann kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

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Wer sich eine Immobilie kaufen möchte, muss Einiges einplanen und beachten, damit das Eigenheim nicht zur Kostenfalle wird. Was ist für den Hauskauf-oder Wohnungskauf wichtig? In dieser Checkliste sind die relevantesten Punkte aufgeführt.

Erstens: Bedürfnisse und Wohnwünsche zusammentragen

 An erster Stelle sollte klar sein, was die neue Immobilie auf jeden Fall haben muss und was zwar schön, aber nicht notwendig ist. Zum Beispiel:

  • Wie viel Zimmer muss das Haus/die Wohnung haben?
  • Ist Barrierefreiheit wichtig?
  • Wie weit dürfen Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kita und Ärzte maximal entfernt sein?
  • Welchen Baustil soll die Immobilie haben?
  • In welchem darf Zustand die Immobilie sein? (renovierungsbedürftig etc.)
  • Wie viele Bäder und Schlafzimmer sind gewünscht?

Zweitens: Finanzierung klären

Bevor man sich auf die Suche begibt, muss das Budget für den Immobilienkauf festgelegt werden. Dabei sollte bedacht werden, dass neben den Darlehensraten auch noch Lebenshaltungskosten und zusätzlich aufkommende Rechnungen finanziert werden müssen. Steht das Budget, muss ein passender Finanzierungspartner gefunden werden. Erst mit der Finanzierungszusage sollten Interessenten nach Immobilien schauen.

Drittens: Unterlagen vorbereiten

Folgende Unterlagen sollten vorbereitet und dem Verkäufer/dem Makler vorgelegt werden – egal, ob vor oder direkt zur Besichtigung:

  • Finanzierungszusage der Bank
  • Beim Kauf ohne Bankfinanzierung: Kontoauszug
  • Extra, aber kein Muss: „Bewerbungsmappe“ mit Selbstauskunft

Viertens: Besichtigung

Darauf sollte bei der Besichtigung geachtet werden:

  • Feuchtigkeitsschäden, Schimmel, Hausschwamm: Wasserflecken/Geruchsbildung in den Räumen?
  • Sind die elektrischen Anlagen auf dem neuesten Stand (DIN 18015)?
  • Sind Heizungs- und Warmwasseranlagen gedämmt?
  • Wie hoch ist der Energieverbrauch der Immobilie?
  • Gibt es andere sichtbare Schäden an Fenstern, Wänden etc.?
  • Wurde die Immobilie (falls kein Neubau) bereits nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) energetisch saniert?
  • Werden alle Wohnwünsche erfüllt?

Fünftens: Verkaufsabschluss

Gefällt das Objekt und erteilt der Verkäufer die Zusage, ist der nächste Schritt des Käufers den Notar zu organisieren und den Kaufvertrag in Absprache mit dem Verkäufer aufsetzen zu lassen. Nach der Unterschrift und der Objektübergabe übernimmt der Käufer alle Pflichten als Eigentümer.

Möchten Sie eine Bestandsimmobilie kaufen? Wir unterstützen Sie dabei und beraten Sie auch gern dazu, was beim Kauf wichtig ist. Kontaktieren Sie uns.

 

 

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Die Gaskrise beeinflusst hierzulande viele Privathaushalte, die durch die hohen Energiekosten belastet werden. Da stellt sich die Frage, wie gerade in den kalten Jahreszeiten der Gasverbrauch gesenkt werden kann. Mit diesen  fünf Tipps sparen Verbraucher Geld und kommen gut durch den Winter.

Tipp 1: Heizkörper entlüften

Wenn Luft im Heizkörper ist, wird, damit man auf die zu erreichende Raumtemperatur kommt, mehr Energie aufwendet. Daher ist es sinnvoll, den Heizkörper in regelmäßigen Abständen zu entlüften. Das kann mit oder ohne Entlüfterschlüssel gemacht werden. Es gibt aber auch Entlüfterboxen oder selbstständige Entlüfter.

Tipp 2: Raumtemperatur senken

Die Standard-Raumtemperatur liegt in den meisten Haushalten zwischen 19 und 23 Grad Celsius. Die ideale Temperatur ist allerdings von der Art der Verwendung und dem eigenen Wohlbefinden abhängig. Im Wohnzimmer ist es auch in Ordnung, wenn es wärmer als in den anderen Räumen ist. Ideal sind hier zwischen 20 – 23 Grad. Um Kosten zu sparen empfiehlt es sich, sich an der untersten Temperaturgrenze zu orientieren.

Eltern von Kleinkindern und Babys sollten das Kinderzimmer tagsüber zwischen 22 und 23 Grad heizen, damit die Kinder nicht auskühlen. Nachts können es auch 18 Grad sein. Im Elternschlafzimmer sind Werte von 15 bis 18 Grad ausreichend. Umso älter die Kinder werden, desto mehr kann die Raumtemperatur im Kinderzimmer reduziert werden. Im Badezimmer reichen 22 bis 23 Grad vollkommen aus. In der Küche sollte es nicht ganz so warm wie in den anderen Räumen sein, da bereits die Küchengeräte Wärme abgeben und so die Raumtemperatur ansteigen lassen. 16 bis 20 Grad sind daher ideal. Auch hier ist es ratsam, die untere Grenze anzupeilen.

Tipp 3: Heizungen nicht zustellen

Generell empfiehlt es sich, einen Abstand zwischen Möbel und Heizkörper von 20 bis 30 Zentimeter einzuhalten. Möchten Sie den Gasverbrauch weiter reduzieren, ist es besser, Heizkörper gar nicht erst zuzustellen. Damit können mehr als zehn Prozent an Energiekosten eingespart werden.

Tipp 4: Dämmungen nachrüsten

Undichte Dämmungen an Türen und Fenstern sorgen dafür, dass mehr Wärme nach außen gelangt. Prüfen Sie daher, ob undichte Stellen vorhanden sind und beheben Sie diese gegebenenfalls. Ein lokaler Immobilienmakler berät Sie als Eigentümer auch zum Thema energetische Sanierung und kann Ihnen sagen, was sich für Ihre Immobilie lohnt und wozu Sie verpflichtet sind.

Tipp 5: Elektrogeräte ausschalten

Unnötige Elektrogeräte zu betreiben oder benötigte Geräte dauerhaft mit Strom zu speisen, erhöht die Kosten zusätzlich. Wenn es möglich ist, empfiehlt es sich, diese auszustellen oder den Standby-Modus abzuschalten.

Sie haben Fragen zum Energieverbrauch Ihrer Immobilie? Dann kontaktieren Sie uns. Wir unterstützen Sie gern.

 

Hinweise

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Neben den staatlichen Förderungen für energieeffiziente Bauvorhaben gibt es auch immer mehr Banken, die bessere Kreditkonditionen für Baufinanzierungen anbieten, wenn Bauherren sich für ein energieeffizientes Immobilienkonzept entscheiden.

Die Kreditkonditionen sind im Vergleich zum Anfang des Jahres 2022 deutlich gestiegen. Für Sollzinsbindung von 15 Jahren betragen die aktuellen Zinsen nach Angaben von Experten circa drei Prozent. Das sind monatlich mehrere hundert Euro mehr an Kosten für die Tilgung des Darlehens als noch vor sechs Monaten. Das können sich viele Eigentümer mit geringen und mittleren Einkommen kaum noch leisten.

Auch weil die Kosten für Neubau, Sanierung, Renovierung und Modernisierung immer weiter gestiegen sind, ist eine energieeffiziente Immobilie ohne finanzielle Förderungen kaum noch erschwinglich. Wer sich für einen „grünen“ Finanzierungspartner entscheidet, kann sich seinen Traum vom klimafreundlichen Eigenheim erfüllen.

Förderangebote der Banken

Es gibt unterschiedliche Förderprogramme. Allerdings bietet nicht jede Bank die „grüne“ Bauförderungen an. Außerdem hat jeder Finanzierungspartner seine eigenen Anforderungen und bietet unterschiedliche finanzielle Boni für klimaengagierte Bauherren an. Wer an einer Förderung interessiert ist, findet solche Angebote bei Banken wie der Umweltbank oder der Ethikbank, die sich Nachhaltigkeit schon lange auf die Fahne geschrieben haben. Aber auch andere Banken wie die Commerzbank oder die ING-DiBa AG ziehen mit Programmen wie „Baufinanzierung Green“ und „grüne Baufinanzierung“ nach.

Erst planen, dann vergleichen

Bauherren sollten im Vorfeld eine Energieberatung einholen und einen Plan aufstellen, welche energieeffizienten Baumaßnahmen umgesetzt werden sollen und können. Erst dann ist es in der Regel sinnvoll die „grünen“ Förderprogramme der Banken zu vergleichen. Ein lokaler Qualitätsmakler kann Bauherren und Eigentümer von Bestandsimmobilien zusätzlich bei der Suche nach einem „grünen“ Finanzierungspartner unterstützen. Außerdem weiß der Immobilienprofi am besten, in welchem Umfang die Maßnahmen den Wert der Immobilie steigern.

Lassen sich Förderungen kombinieren?

Der Staat bietet mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) finanzielle Hilfen für Bauherren von Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden und für Einzelmaßnahmen an. Diese Förderungen lassen sich zum Teil mit den „grünen“ Förderprogrammen der Banken kombinieren. Dadurch kann eine Menge Geld gespart werden. Für Eigentümer, die die Förderungen in Anspruch nehmen, gilt im Allgemeinen: Je nachhaltiger gebaut wird, desto besser fallen die Zuschüsse und Konditionen aus.

Sie möchten wissen, welche Maßnahmen den Wert Ihrer Immobilie wie beeinflussen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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Immer öfter ziehen es Paare vor ihr Leben lang unverheiratet zu bleiben. Doch was passiert mit der gemeinsamen Immobilie, wenn einer von beiden stirbt? Im deutschen Recht werden Personen in nichtehelichen Lebensgemeinschaften wie fremde Dritte behandelt. Das heißt: stirbt einer von beiden, erbt der andere nichts – solang nicht Vorsorge getroffen wurde.

Für unverheiratete Paare gilt kein gesetzliches Erbrecht. Im Todesfall kann der hinterbliebene Partner nur dann Erbe werden, wenn er im Testament steht oder ein Erbvertrag aufgesetzt wurde. Existiert beides nicht, kann es für den hinterbliebenen Partner schwierig werden.

Verwandte oder Staat

Existieren weder Testament noch Erbvertrag greift die gesetzliche Erbfolge und das Erbe geht an die nächsten Verwandten des Verstorbenen. Ist unklar, ob es Verwandte gibt, kümmert sich ein Nachlasspfleger um das Erbe. Das heißt: er macht sich auf die Suche nach Verwandten. Lassen sich wirklich keine Verwandten ausmachen, erbt der Staat. So oder so geht der verbliebene Partner leer aus.

Ein Beispiel

Ein Paar – nennen wir sie Marie und Thomas – hat 30 Jahre zusammengelebt, nicht geheiratet und keine Kinder. Thomas erbte von seinen Eltern eine Immobilie, in die er mit Marie gezogen ist. Plötzlich stirbt Thomas bei einem Unfall. Ein Testament oder ein Erbvertrag wurden nie aufgesetzt. Nun geht das Erbe, inklusive der Immobilie, in der Marie und Thomas 20 Jahre glücklich gelebt haben, an die durch die gesetzliche Erbfolge bestimmten Verwandten. In unserem Beispiel sind das ein Onkel und eine Tante von Thomas. Marie erbt nichts.

Beide sind Eigentümer der Immobilie

Nehmen wir an, Thomas hat kurz nach dem Erbe der Immobilie Marie als weitere Eigentümerin im Grundbuch eintragen lassen. Dann kommt auf Marie eine Erbauseinandersetzung zu. – Das Gleiche gilt übrigens, wenn beide eine Immobilie gekauft haben und gemeinsam als Eigentümer im Grundbuch stehen. – Denn Marie ist weiterhin nur Eigentümerin Ihres Teils der Immobilie. Thomas‘ Teil geht nach wie vor an seine Tante und seinen Onkel. Mit beiden bildet Marie nun eine Erbengemeinschaft.

Zwangsversteigerung vermeiden

Marie muss sich mit beiden einigen, wie es mit der Immobilie weitergehen soll. Sie möchte natürlich gern darin wohnen bleiben, kann aber beide nicht auszahlen. Onkel und Tante drängen deshalb auf den Verkauf. Marie weigert sich aber. Daraufhin beantragt die Tante die Zwangsversteigerung der Immobilie. Marie wird also rechtlich zum Verkauf gezwungen. Allerdings wird die Immobilie bei der Zwangsversteigerung – wie es häufig vorkommt – für weniger verkauft, als sie eigentlich wert ist. Alle drei ärgern sich.

Erbe frühzeitig regeln

Damit Lebensgefährten sichergehen können, dass im Todesfall der geliebte Partner erbt, müssen sie das in einem Testament oder Erbvertrag regeln. Ein lokaler Immobilienprofi berät Eigentümer, welche Möglichkeiten im Erbfall für die Immobilie bestehen.

Sind Sie sich unsicher, was die beste Lösung für Ihre Immobilie im Erbfall ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

 

Hinweise

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Die neuen Geschäftsführer Sergej Missal und Christine Stusche von S-Immobilien sehen den Wandel in ihrem Arbeitsfeld als Chance. Gerade im Raum Schwetzingen und Hockenheim sei der Markt für Immobiliensuchende höchst interessant.

Beitrag: Jürgen Gruler von der Schwetzinger Zeitung

Mit Mut den Immobilienmarkt der Zukunft managen – dieses Ziel haben sich Sergej Missal und Christine Stusche gesetzt, die seit Kurzem die Leitung der S-Immobilien Heidelberg GmbH – eine Gesellschaft der hiesigen Sparkasse – übernommen haben. Das Team ist seit Jahren aufeinander eingespielt und will nun den großen Wandel auf dem Immobilienmarkt gestalten. Am wichtigsten ist dem Duo die Aufgabe, mit den Kunden individuelle und passgenaue Lösungen bei Fragen zum Kauf und Verkauf von Immobilien zu entwickeln. Die beiden Geschäftsführer standen unserer Redaktion Rede und Antwort.

Ihr Vorgänger Georg Breithecker hat ja große Fußstapfen hinterlassen. Sie haben beide mit ihm zusammengearbeitet. Wie ist der Übergang gelaufen?

Stusche: Wir wussten schon Anfang 2021, dass wir in die Fußstapfen von Georg Breithecker treten werden. Der Übergang war somit fließend und für uns nicht neu, zumal wir beide schon 15 Jahre bei S-Immobilien arbeiten und viele Projekte in der Vergangenheit gemeinsam gestemmt haben. So war es uns möglich, dass wir schon früh Entscheidungen und Prozesse für die künftige Ausrichtung von S-Immo nach unseren Vorstellungen gestalten konnten.

Sie sind ja doch unterschiedliche Charaktere. Wie teilen Sie sich die Geschäftsleitung auf?

Stusche: Als erfolgreiches Führungsteam ergänzen wir uns gegenseitig optimal. Ich bin für den betriebswirtschaftlichen Bereich mit den Schwerpunkten Finanzen, Recht und Marketing verantwortlich und sorge dafür, dass sich Herr Missal auf den Vertrieb fokussieren kann.

Missal: Ich konzentriere mich auf den vertrieblichen Bereich rund um Neubauten, Bestands- und Gewerbeimmobilien sowie Investments beziehungsweise auf die kommunale Entwicklung. Ich kenne die Schnittstellen für die enge Zusammenarbeit mit der Sparkasse Heidelberg, sodass wir Kundinnen und Kunden – dazu zählen Bauträger, Investoren oder Kommunen – einen echten Mehrwert bieten können. Gemeinsam wollen wir die S-Immobilien strategisch weiterentwickeln. Dafür bringt jeder von uns sein Know-how, sein Handwerkszeug und seine Erfahrung mit.

S-Immobien Heidelberg hat in den vergangenen Jahren sehr stark vom Ausbau der Bahnstadt in Heidelberg profitiert. Die Wohnungen dort gingen weg wie geschnitten Brot. Was kommt jetzt?

Missal: Jährliche Preissteigerungen am Markt und ein geringes Objektangebot haben uns erfolgreiche Jahre beschert – auch in der Bahnstadt. Nun erleben wir eine Trendwende in der Immobilienbranche, ganz unabhängig von der Bahnstadt. Die Marktsituation hat sich innerhalb von wenigen Monaten drastisch verändert: Die Inflation ist auf einem Rekordniveau, die Zinsen steigen und die Baupreise ebenfalls. So spiegeln sich der Krieg in der Ukraine und die Covid-19-Krise auch im Immobilienmarkt. Was also kommt jetzt? Der Immobilienmarkt wird sich langsam wieder zu einem Käufermarkt entwickeln, die Vermarktungsdauer wird zunehmen – genauso wie das Angebot von Objekten. Die Lage und die Substanz der jeweiligen Immobilie wird für Kaufinteressierte an Bedeutung gewinnen. Die Vermarktung einer Immobilie wird also wieder zu einer Aufgabe von Profis – genau dafür sind wir von der S-Immobilien da!

Sie wollen sich auch stärker in Sachen Bestandsimmobilien engagieren – liegt da angesichts der demografischen Entwicklung das wichtigste Zukunftsfeld?

Stusche: Der Markt der Bestandsimmobilien war schon immer unser Kerngeschäft und wird es bleiben. Infolge der Zinsentwicklung wird dieser Bereich jedoch an Bedeutung gewinnen. In der Folge werden wir uns darauf fokussieren, auch unabhängig von der demografischen Entwicklung unserer Bevölkerung.

Ich habe den Eindruck, dass genügend Wohnraum vorhanden wäre, aber dieser unzureichend genutzt wird. Da wohnt ein Senior in einem 200-Quadratmeter-Haus und die junge Familie quetscht sich auf 70 Quadratmeter zusammen. Haben Sie da Lösungsansätze?

Missal: Aus unseren Gesprächen mit älteren Menschen wissen wir: Manche Senioren wünschen sich eine kleinere Wohnung zum Kauf oder zur Miete. Dafür bieten wir mit unserer Expertise ein Rundumsorglos-Paket für eine besondere Art von Immobilienwechsel an: Wir begleiten einen Menschen, der sich verändern möchte, auf dem Weg, eine Immobilie zu finden. Wir beraten ihn in Bewertungs- und Vertragsangelegenheiten, Finanzierungsfragen und bei allen sonstigen Fragen zu Immobilien. Im Gegenzug dürfen wir dann seine frühere Immobilie zum Beispiel einer jungen Familie vermitteln.

Wie wichtig ist für S-Immobilien Heidelberg der Markt rund um Hockenheim und Schwetzingen. Können Sie Umsatzanteile am Gesamtvolumen nennen?

Missal: Das ist für uns ein wichtiger und bedeutender Markt! Wir erwirtschaften zirka 35 Prozent unserer Immobilienumsätze in dieser wirtschaftlich starken und attraktiven Region. Infolge der Ansiedlung von Gewerbe und Industrie hat sich diese Region zu einem hochwertigen Markt entwickelt. Mit dem Schloss und dem Schlossgarten von Schwetzingen ist der Raum rund um die Spargelstadt und Hockenheim zu einem kleinen Abbild von Heidelberg mit seinem weltberühmten Schloss geworden. Das ist hochinteressant für Menschen, die eine Immobilie suchen. So ist diese Region nach Heidelberg für uns der interessanteste Markt, was Immobilien betrifft!

Sie setzen ja auf die Sparkassen-Mitarbeiter vor Ort für erste Kontakte und Informationen. Gleichzeitig wird das Filialnetz dünner. Wie steuern Sie das in Zukunft?

Stusche: Auch wir sind den Veränderungen der Digitalisierung unterworfen. Aber es gilt: Wichtig bleibt die Beziehung des Kunden zu seinem Berater, ob präsent oder online. Dafür baut die Sparkasse ihr digitales Service-Center aus. Der Kunde wird online über den Bildschirm zu allen Themen beraten – und zwar unabhängig von Zeit und Ort. Online stehen Screenscharing, Co Browsing und Videoberatung rund um das Thema Immobilie zur Verfügung – parallel zur analogen Beratung in der Filiale. So ist das große Beraternetzwerk der Sparkasse nach wie vor unser großes Plus. Wer sonst kann besser beraten als ein Mitarbeiter von S-Immobilien, wenn aus gesundheitlichen, familiären oder finanziellen Gründen ein Kauf oder Verkauf einer Immobilie ansteht?

Was halten Sie von Modellen wie Teilhaus-Verkauf oder Immobilienrente? Für wen ist das sinnvoll?

Missal: Wir wissen natürlich aus unseren Beratungsgesprächen: Es gibt immer mal ältere Immobilienbesitzer, die Liquidität brauchen, weil die Rente tendenziell sinkt und die Nebenkosten gerade auch aufgrund der höheren Energiepreise steigen. Die Eigentümer wollen gerne in ihrer lieb gewonnenen Immobilie weiter wohnen und suchen eine Lösung. Hier halten wir Vorschläge bereit, die sich schon seit Jahrzehnten bewährt haben. Wir verkaufen beispielsweise die Immobilie an einen Interessenten mit einem lebenslangen Mietrecht für den Alteigentümer. Hier kommt den Betroffenen die Erfahrung unserer Immobilienberater zugute. Dafür sind wir genau da, um mit den Eigentümern ein individuelles, passgenaues Modell zu entwickeln, das für Liquidität sorgt – ohne Verlust des Wohnrechts in der Immobilie.

Dagegen mahnen wir beim Teilverkauf oder bei Modellen der Immobilienrente zur Vorsicht. Der Teilverkauf scheint zunächst einfach zu funktionieren: Wer zum Beispiel 50 Prozent seiner Immobilie verkauft, der behält ja 50 Prozent seiner Immobilie und erhält schnell Geld. Allerdings verlangen die Anbieter eine Art Miete, die meist „monatliches Nutzungsentgelt“ genannt wird. Zusätzlich könnte es weitere Fallstricke geben: Die Kosten für die Instandhaltung der Immobilie müssen die Alteigentümer weiterhin tragen. Neben dem Nutzungsentgelt fordern viele Anbieter eine weitere Servicegebühr, die sich am Wert des Objekts orientiert. Viele Eigentümer lassen also erst einmal von der simplen Handhabung und der schnellen Abwicklung leiten. Aber unter dem Strich kosten manche Verrentungsmodelle mehr als man erwartet hat.

Die Zinsen steigen jetzt wohl wieder. Was raten Sie Bauwilligen?

Stusche: Das Zinsniveau hat sich innerhalb von wenigen Monaten verdreifacht. In der Folge hat der eine oder andere das Gefühl, dass sein Immobilienwunsch nicht mehr realisierbar ist. Das muss jedoch nicht sein. Zwar müssen die Menschen beim Kauf einer Immobilie wieder tiefer in die Tasche greifen und demzufolge wir sich nicht jeder eine Immobilie leisten können. Doch unser Rat lautet: Wer eine Immobilie erwerben möchte, sollte sich gut beraten lassen. Eventuell muss man Abstriche machen – das betrifft vielleicht die Lage, die Größe, den Standard und die Ausstattung der Immobilie. Wir begleiten auch hier mit unserer kompetenten Beratung. Denn eines steht fest: Wohnen muss jeder. Hier wollen wir behilflich sein, die passende Wohnform zu finden.

Sehen Sie die Gefahr einer platzenden Immobilienblase? Wie entwickeln sich die Preise angesichts der unsicheren Weltlage wohl in unserer Region weiter?

Missal: Die aktuellen Ereignisse deuten nicht auf eine Immobilienblase, jedoch auf eine Trendwende in der Branche hin. Eine Blase liegt vor, wenn die Preise von Immobilien deutlich über dem Sachwert von Grundstück und Boden liegen und die Kaufpreise schneller steigen als die Löhne und Mieten. Das ist im Moment nicht der Fall. Unter der Voraussetzung, dass sich das Zinsniveau stabilisiert, wird der Sachwert ansteigen, sodass sich Kaufpreis und Sachwert annähern können. In dieser Zeit des Wandels sind wir nun als Profis in der Vermarktung gefragt, um den richtigen Kaufpreis für die Beteiligten zu ermitteln.

Gestiegene Zinsen, Scheidung, Alter – immer wieder gibt es Gründe, warum die eigene Immobilie verkauft und der Eigentümer wieder Mieter werden muss. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass in solchen Fällen oft die Zeit drängt. Aber gerade in sich verändernden Lebenssituationen fällt es Menschen oft schwer, Orientierung zu finden.

Platzt die Anschlussfinanzierung, lässt sich ein Paar scheiden oder stellen Eigentümer zu spät fest, dass die eigenen vier Wände nicht mehr zu ihren Bedürfnissen im Alter passen, sind sich Eigentümer unsicher, wie es mit ihrer Immobilie weitergehen soll. Muss die Immobilie verkauft werden, stellt sich die Frage: Wann? Denn in einigen Teilen Deutschlands ist bereits eine Halbierung der Nachfrage feststellbar. Sinkt die Nachfrage weiter, sinken vermutlich auch die Immobilienpreise.

Gestiegene Zinsen

Die aktuelle Situation mit einem angehobenen Leitzins verteuert für viele Eigentümer die Finanzierung ihrer Immobilie. Durch den gestiegenen Leitzins steigen auch die Zinsen für die Kredite. Zwar gibt es Möglichkeiten wie bei der Anschlussfinanzierung zu einer günstigeren Bank zu wechseln oder eine Streckung der Finanzierung von beispielsweise 30 auf 33 Jahre, um die monatlichen Raten zu senken. Für Eigentümer jedoch, bei denen dies nicht genügt, bleibt am Ende oft nur der Verkauf und der Umzug in eine Mietwohnung.

Scheidung

Im Scheidungsfall stellt sich ebenfalls häufig die Frage, was aus der gemeinsamen Immobilie werden soll. Bleibt einer von beiden in der Immobilie, soll sie vermietet werden, lohnt sich eine Übertragung auf die Kinder? Ist die Immobilie noch nicht abbezahlt, stellt sich zusätzlich die Frage, wer sich die Immobilie noch leisten kann.

Sind beide als Eigentümer im Grundbuch eingetragen und kann es sich derjenige, der in der Immobilie bleiben möchte, nicht leisten, den anderen auszubezahlen, droht die Zwangsversteigerung. Diese sollte jedoch vermieden werden, da sie oft mit finanziellen Einbußen einhergeht. Häufig erleben wir es, dass die Eigentümer ihre Scheidungsimmobilie verkaufen lassen und mit dem Verkaufserlös jeweils eine Mietwohnung gesucht haben möchten.

Alter

Viele Immobilienbesitzer träumen davon, bis zum Lebensende in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Doch auch hier kennen wir Situationen, in denen die eigene Immobilie nicht altersgerecht, ein Umzug ins Seniorenheim jedoch nicht nötig ist. Immer wieder entscheiden sich Senioren dann zum Umzug vom eigenen nicht altersgerechten Haus in eine altersgerechte Mietwohnung.

Vom Eigenheim zur Miete

Die Entscheidung, was mit der eigenen Immobilie geschehen soll und ob der Umzug in eine Mietwohnung sinnvoll ist, ist oft nicht leicht. Wir als regionaler Qualitätsmakler beraten Sie umfassend und helfen Ihnen mit all unserer Fachkenntnis und Erfahrung, um die für Sie und Ihre Immobilie optimale Lösung zu finden.

Sie sind sich unsicher, wie es mit Ihrer Immobilie weitergehen soll? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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